Haustiere
Tierfutter-Etiketten richtig lesen: Vorteile und Tipps für den Alltag
Von Jack, BIOVEA-Wellnessberater. Ein paar Minuten mit dem Futteretikett können den Einkauf, die Portionierung und die Auswahl von Leckerlis erleichtern. So finden Sie die Angaben, die für Ihren Hund oder Ihre Katze wichtig sind.
- Verfasst von
Jack· BIOVEA Wellness-Berater- Veröffentlicht
- 25. September 2026
- Letzte Prüfung
- 26. September 2026

1. Tierfutter-Etiketten verstehen: Wofür ist das Produkt gedacht?
Der größte Vorteil beim Lesen von Tierfutter-Etiketten: Sie erkennen, wofür ein Produkt gedacht ist. Bevor Sie sich die Zutaten ansehen, prüfen Sie, ob es sich um tägliches Futter, ein Leckerli oder eine Nahrungsergänzung handelt. Diese Produkte erfüllen im Alltag Ihres Tieres unterschiedliche Aufgaben.
Achten Sie bei einem Futter für jeden Tag auf die Angabe, dass es als Alleinfuttermittel für die Tierart und Lebensphase Ihres Tieres geeignet ist. Ergänzungsfutter, Futter-Toppings oder Leckerlis sorgen für Abwechslung, sind aber nicht als alleinige Ernährung gedacht. Diese einfache Unterscheidung hilft Ihnen, beim Einkauf eine passende Ernährungsgrundlage zu wählen.
2. Zutaten in Hunde- und Katzenfutter: Was die Zusammensetzung verrät
Die Zutatenliste zeigt, was in der Rezeptur steckt – in der Regel in absteigender Reihenfolge nach Gewicht. Sie hilft Ihnen, Proteinquellen zu erkennen, Zutaten wiederzufinden, die Ihr Tier bereits gerne frisst, und Rezepturen zu vergleichen, wenn Sie die Fütterung möglichst konstant halten möchten.
Die Reihenfolge der Zutaten allein sagt jedoch nichts über die gesamte Ernährungsqualität aus. Feuchtigkeit kann das Gewicht der Zutaten beeinflussen, und eine kurze oder ansprechend klingende Liste belegt nicht, dass ein Futter alle benötigten Nährstoffe liefert. Lesen Sie die Zusammensetzung deshalb zusammen mit den Nährwertangaben und dem vorgesehenen Verwendungszweck – nicht als alleinigen Qualitätsmaßstab.
3. Was bedeuten analytische Bestandteile im Tierfutter?
Die Angaben zu den analytischen Bestandteilen – auf manchen Etiketten auch als „garantierte Analyse“ bezeichnet – fassen ausgewählte Nährstoffgehalte zusammen, statt Zutaten aufzulisten. Häufig finden Sie dort Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Feuchtigkeit, wobei die Darstellung variieren kann. Achten Sie darauf, ob eine Zahl einen Mindestgehalt, einen Höchstgehalt oder einen angegebenen Gehalt bezeichnet: Diese Angaben sind nicht gleichbedeutend.
Der Feuchtigkeitsgehalt ist besonders hilfreich, wenn Sie Nass- und Trockenfutter vergleichen. Die aufgedruckten Proteinanteile sind nicht direkt vergleichbar, weil Wasser die Prozentwerte verdünnt. Eine Berechnung auf Trockenmassebasis gleicht diesen Unterschied aus: Teilen Sie den Nährstoffanteil in Prozent durch 100 minus den Feuchtigkeitsanteil in Prozent und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100. Das ermöglicht einen aussagekräftigeren Vergleich, gibt aber weiterhin keine Auskunft über die Verdaulichkeit oder die Gesamtqualität.
4. Kalorien und Fütterungsempfehlung: Futter leichter portionieren
Kalorienangaben machen das Etikett zu einer praktischen Hilfe bei der täglichen Portionierung. Achten Sie auf kcal pro Messbecher, Dose, Beutel oder Kilogramm und darauf, wie diese Einheit zu Ihrer Fütterung passt. Verwenden Sie beim Produktvergleich dieselbe Einheit: Zwei ähnlich große Packungen können unterschiedlich viel Energie liefern.
Nutzen Sie die Fütterungsempfehlung als Ausgangspunkt und passen Sie die Portionen an den individuellen Bedarf, die Aktivität und den körperlichen Zustand Ihres Tieres an. Wenn Sie Mahlzeiten stets auf dieselbe Weise abmessen und Leckerlis sowie Futter-Toppings in die Tagesgesamtmenge einrechnen, behalten Sie leichter den Überblick. Eine Küchenwaage ist besonders praktisch, wenn die Fütterungsempfehlung Portionen in Gramm angibt.
5. Nahrungsergänzung für Tiere: Mengen statt Schlagwörter vergleichen
Achten Sie bei Nahrungsergänzungen auf den genannten Inhaltsstoff, seine Menge pro Portion und die für Ihr Tier empfohlene Portionsgröße. Bei einem Omega-3-Produkt entspricht beispielsweise die Gesamtmenge an Fischöl nicht unbedingt der Menge an EPA und DHA. Prüfen Sie diese Einzelmengen, sofern sie angegeben sind.
Nährstoffe erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Das Office of Dietary Supplements der NIH beschreibt die Rolle von Calcium für Knochen und Muskeln und erläutert die verschiedenen Arten von Omega-3-Fettsäuren. Diese Quellen beziehen sich auf die menschliche Ernährung, nicht auf Dosierungsempfehlungen für Tiere. Für den Einkauf lässt sich daraus vor allem mitnehmen: Vergleichen Sie konkrete Nährstoffe und Mengen, statt anzunehmen, dass mehr Inhaltsstoffe oder eine höhere Zahl automatisch die bessere Wahl bedeuten.
6. Leckerlis für Katzen und Hunde: Etiketten im Alltag nutzen
Die Angaben auf Leckerli-Verpackungen helfen Ihnen, praktische Belohnungen für Training, Fellpflege oder etwas Beschäftigung im Alltag auszuwählen. Prüfen Sie, für welche Tierart das Produkt gedacht ist, sowie die Portionsangaben, Zutaten und Kalorien, sofern diese aufgeführt sind. Wer bei BIOVEA nach Katzenleckerlis sucht, kann sich die gefriergetrockneten WILDSIDE SALMON Leckerlis für Katzen ansehen – als Snack, nicht als tägliches Alleinfuttermittel.
Machen Sie es sich zur Gewohnheit: Prüfen Sie den Verwendungszweck, messen Sie die Portion ab und beachten Sie die Hinweise zur Aufbewahrung. Speichern Sie ein Foto des Etiketts, damit Sie spätere Einkäufe leichter vergleichen können. Bei Fragen zur Ernährung oder zu Nahrungsergänzungen für Ihr Tier kann Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt Sie bei der Auswahl unterstützen.
Häufige Fragen
- Worauf sollte ich beim Tierfutter-Etikett zuerst achten?
- Prüfen Sie zuerst, für welche Tierart und Lebensphase das Produkt gedacht ist und ob es ein Alleinfuttermittel, ein Leckerli, ein Futter-Topping oder eine Nahrungsergänzung ist. Sehen Sie sich anschließend Kalorien, Fütterungsempfehlung, Zutaten und analytische Bestandteile an.
- Bedeutet ein höherer Proteingehalt besseres Tierfutter?
- Nicht unbedingt. Der Feuchtigkeitsgehalt beeinflusst den aufgedruckten Prozentwert, besonders beim Vergleich von Nass- und Trockenfutter. Der Proteinanteil allein sagt außerdem nicht alles über die Verdaulichkeit, das Nährstoffverhältnis oder die Eignung für Ihr Tier aus.
- Wie vergleiche ich Nassfutter und Trockenfutter?
- Vergleichen Sie die Nährstoffanteile auf Trockenmassebasis und die Kalorien mit derselben Einheit. Prüfen Sie außerdem, ob beide Produkte als Alleinfuttermittel für die Lebensphase Ihres Tieres geeignet sind. Berücksichtigen Sie auch die Portionsgröße und wie gut das jeweilige Futter in Ihre tägliche Fütterungsroutine passt.
- Können Leckerlis eine Mahlzeit ersetzen?
- Leckerlis sind in der Regel nicht dafür ausgelegt, alle benötigten Nährstoffe zu liefern. Geben Sie sie als Extra zusätzlich zu einem geeigneten Alleinfuttermittel und rechnen Sie ihre Kalorien bei der Planung der täglichen Portionen mit ein.
Quellen
Jack hat für diesen Artikel diese offiziellen und wissenschaftlichen Quellen genutzt.
Dieser Artikel dient der Information. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Ernährung und keine medizinische Betreuung. Sprechen Sie mit einer Fachperson über Ihre Situation.
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